Gut schlafen trotz Blutdruckproblemen
Schlafstörungen wie Ein- und Durchschlafprobleme sind weit verbreitet. Neben jahreszeitlichen Einflüssen und Lebensstilfaktoren kann auch der Blutdruck eine Rolle spielen. Sowohl ein dauerhaft erhöhter als auch ein zu niedriger Blutdruck können die Schlafqualität beeinträchtigen. Doch wie hängt das genau zusammen – und welche Maßnahmen helfen wirklich?
Normale Blutdruckwerte
Um den eigenen Blutdruck einzuordnen, gelten Referenzwerte aus medizinischen Leitlinien. In Deutschland ist dafür die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Hypertonie, S3-Leitlinie maßgeblich. Für Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren liegt der Normalbereich bei etwa 110–129 zu 70–84 mmHg. Ab 140 zu 90 mmHg spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie Grad 1).
Bei älteren Menschen ab 65 Jahren liegt der empfohlene Zielbereich meist zwischen 120–139 zu 70–89 mmHg. Bei hochbetagten Patient:innen wird häufig akzeptiert, dass Werte bis 150 zu 90 mmHg ausreichend sind, um Nebenwirkungen durch eine zu starke Blutdrucksenkung zu vermeiden.1
Niedriger oder hoher Blutdruck, was sind die Symptome?
Schwindelgefühl, Kreislaufprobleme, blasse Haut oder kalte Füße sind oftmals Hinweise für einen niedrigen Blutdruck. Wird die Schlafseite gewechselt, kann es dabei zu Schwindel kommen. Gerade bei älteren Menschen wirkt sich dies auch auf das Aufstehen aus. Blutdruckwerte unter 105 mmHg gelten als niedriger Blutdruck. Dabei wird das Gehirn geringer versorgt, und es kann folglich u.a. zu Kreislaufproblemen oder auch Seh- und Bewusstseinsstörungen kommen.
Doch Sehstörungen und Schwindel können auch bei zu hohem Blutdruck (Hypertonie) auftreten, daher sind diese Symptome nicht immer sofort eindeutig zuzuweisen. Kommen noch Ohrensausen oder ein erhöhter Puls hinzu, können dies aber sehr wohl Hinweise auf Bluthochdruck sein. Genaue Erkenntnisse gibt es durch eine Abklärung beim Arzt, die immer zu empfehlen ist.
Wie beeinflusst der Blutdruck den Schlaf?
Der Blutdruck folgt einem Tagesrhythmus: Tagsüber ist er höher, nachts sinkt er ab. Dieser nächtliche Abfall (sogenanntes „Dipping“) entlastet Herz und Gefäße. Bei manchen Menschen fällt der nächtliche Blutdruck jedoch zu wenig ab (sogenannte „Non-Dipper“) oder auch zu stark. Beide Muster sind mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer beeinträchtigten Schlafqualität verbunden.2,3
Beobachtet werden können in solchen Fällen:
- unruhiger Schlaf
- häufiges nächtliches Erwachen
- morgendliche Erschöpfung
Umgekehrt gilt: Schlechter Schlaf – insbesondere unregelmäßige Bettgehzeiten oder Schlafstörungen wie Schlafapnoe – kann den Blutdruck zusätzlich belasten und so einen Teufelskreis verstärken.4,5
Gibt es eine „beste“ Schlafposition?
- Bluthochdruck (Hypertonie): Es gibt keine eindeutigen Belege, dass eine bestimmte Schlafseite den Blutdruck senkt. Einzelne Studien zeigen, dass Patient:innen mit Herzinsuffizienz die linke Seitenlage oft meiden, da diese die Beschwerden verstärken kann. Für Hypertonie allein lässt sich daraus jedoch keine klare Empfehlung ableiten.6
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie): Für Menschen mit niedrigem Blutdruck gibt es keine gesicherte „beste“ Schlafseite. Manche empfinden die rechte Seitenlage oder Rückenlage als angenehmer, da sie den Kreislauf subjektiv weniger belastet. Wissenschaftlich gesichert ist das allerdings nicht.
- Allgemein: Für Menschen mit Schlafapnoe ist die Rückenlage oft ungünstig, da Atemaussetzer hier verstärkt auftreten. Die Seitenlage reduziert dieses Risiko und kann so indirekt Herz und Blutdruck entlasten.7
Fazit: Eine „beste“ Schlafseite gibt es nicht – entscheidend ist eine bequeme, stabile Position, die guten Schlaf ermöglicht.
Tipps für besseren Schlaf bei Blutdruckproblemen
- Regelmäßige Schlafenszeiten: Ein stabiler Rhythmus unterstützt den natürlichen Blutdruckverlauf.
- Leichte Abendmahlzeiten: Schweres Essen spät am Abend belastet Kreislauf und Verdauung.
- Tägliche Bewegung: Moderate Aktivität wirkt sowohl blutdrucksenkend als auch schlaffördernd.
- Zur Ruhe kommen: Entspannungsverfahren wie Atemübungen oder Meditation wirken positiv auf Blutdruck und Schlaf.
- Schlafapnoe abklären: Wer schnarcht oder Atemaussetzer bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen.
- Medikamenteneinnahme abstimmen: Ob Blutdruckmedikamente morgens oder abends am besten wirken, hängt vom Präparat ab und gehört in ärztliche Hand.
- Pflanzliche Unterstützung aus der Passionsblume: Präparate mit extra hoch dosierter Passionsblume, wie Lioran® centra, können beruhigend wirken und helfen das Ein- und Durchschlafen zu erleichtern. So zeigte eine randomisierte Doppelblindstudie an Patienten mit Schafstörungen eine signifikant längere Gesamtschlafzeit in der Passionsblumengruppe im Vergleich zur Placebogruppe.8
Häufige Fragen
Ja. Feste Schlafenszeiten stabilisieren den Biorhythmus und unterstützen den Blutdruckverlauf.
Ja. Moderate Bewegung senkt langfristig den Blutdruck und fördert erholsamen Schlaf.
Für Hypotonie gibt es keine wissenschaftlich belegte „beste“ Schlafseite. Wichtig ist vor allem eine bequeme, stabile Position.
Es gibt keine klare Empfehlung. Hinweise deuten darauf hin, dass Herzinsuffizienz-Patient:innen die linke Seitenlage oft vermeiden – für Hypertonie ist dies jedoch nicht beleg
Der Blutdruck sollte nachts physiologisch sinken. Bleibt dieser Abfall aus oder kehrt er sich um, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gleichzeitig haben Schlafstörungen wie Schlafapnoe negative Auswirkungen auf den Blutdruck
Lioran® centra:
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1 Lee et al. (2020) Int Clin Psychopharmacol; 35(1):29-35;*Klinische Studien zum Nachweis der schnellen Wirksamkeit der Passionsblume: 2 Dimpfel et al. (2012) Neurosci Med; 3(2): 130; 3 Movafegh et al. (2008) Anesth Analg; 106(6): 1728-1732; 4 Aslanargun et al. (2012) J Anesth; 26, 39-44; 5 Dantas et al. (2017) Med Oral Patol Oral Cir Bucal, 22(1), e95. **Wenn nach zwei Wochen keine Besserung oder sogar eine Verschlimmerung der Beschwerden eintritt, sollte zur Abklärung eventuell zugrundeliegender Erkrankungen ein Arzt aufgesucht werden.
Lioran® centra. Wirkstoff: Passionsblumenkraut-Trockenextrakt. Traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Besserung des Befindens bei nervlicher Belastung und zur Förderung des Schlafes ausschließlich auf Grund langjähriger Anwendung. Enthält Saccharose und Glucose. (Stand: 12/2024) Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Cesra Arzneimittel GmbH & Co. KG, Flugstraße 11, 76532 Baden-Baden
Quellenangaben:
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Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Hypertonie. S3-Leitlinie. 1. Auflage, Version 1.0, 2023. AWMF-Registernummer 009.
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Cho, M. C. (2019). Clinical significance and therapeutic implication of nocturnal hypertension: relationship between nighttime blood pressure and quality of sleep. Korean circulation journal, 49(9), 818.
-
Xu, Y., et al. (2023). Sleep variability, sleep irregularity, and nighttime blood pressure dipping. Hypertension, 80(12), 2621-2626.
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Kim, Y., et al. (2024). Sleep and blood pressure variability: A systematic literature review. Heart & Lung, 68, 323-336.
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Shiina, K. (2024). Obstructive sleep apnea-related hypertension: a review of the literature and clinical management strategy. Hypertension Research, 47(11), 3085-3098.
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Leung, R. S., Bowman, M. E., Parker, J. D., Newton, G. E., & Bradley, T. D. (2003). Avoidance of the left lateral decubitus position during sleep in patients with heart failure: relationship to cardiac size and function. Journal of the American College of Cardiology, 41(2), 227-230.
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Landry, S. A., et al. (2023). A review of supine position related obstructive sleep apnea: classification, epidemiology, pathogenesis and treatment. Sleep medicine reviews, 72, 101847.
-
Lee, J., et al. (2020). Effects of Passiflora incarnata Linnaeus on polysomnographic sleep parameters in subjects with insomnia disorder: a double-blind randomized placebo-controlled study. International clinical psychopharmacology, 35(1), 29-35.
Bildquelle: Bhait /stock.adobe.com
Artikel entstand in Zusammenarbeit mit unserem Experten:
Dr. Christian Zimmermann
Dr. Christian Zimmermann, geboren 1974, ist Apotheker (Uni Freiburg) mit Promotion im Bereich der klinischen Pharmakologie (Uni Basel). Seine beruflichen Stationen führten ihn über die Niederlande (Postdoc am Krebsinstitut Amsterdam) und einem Pharmaunternehmen in der Schweiz zu Cesra Arzneimittel. Seit 10 Jahren leitet er hier die medizinisch-wissenschaftliche Abteilung. Er ist für die Arzneimittelsicherheit und für die wissenschaftliche Forschung im Unternehmen verantwortlich. Eines seiner Spezialgebiete ist außerdem das Pharmarecht (Uni Marburg).
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