Viel zu tun, Druck im Job, Probleme im Privaten: Vieles kann an Ihren Nerven zerren und Kraft rauben. Und als wäre das noch nicht genug, schlafen Sie in stressigen Lebensphasen oft schlechter, sind traurig, haben Ängste oder verlieren den Antrieb – alles typisch während belastender Zeiten. Und dieses Phänomen kennen viele Menschen in Deutschland, nicht nur, aber gerade seit der Pandemie. Viele klagen über Stress. Wie viele es tatsächlich sind, das zeigt eine aktuelle Studie: Knapp zwei Drittel der Erwachsenen sind gestresst.

Wie gestresst sind wir?

Diese Zahl stammt aus der Stressstudie „Entspann dich, Deutschland“ , die Ende 2021 erschienen ist. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Auftrag der Techniker Krankenkasse 1.000 Erwachsene in Deutschland. Diese sollten einen möglichst repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung bilden, weshalb die Befragten nach Geschlecht, Alter, Bildung und Region gewichtet wurden. So konnte eine bevölkerungsrepräsentative Stressstudie entstehen und mit zurückliegenden Forschungsergebnissen verglichen werden. Denn die TK-Stressstudie wurde auch schon in den Jahren 2013 und 2016 durchgeführt, und anhand dieser drei Befragungen lassen sich nun Trends im Stresserleben der Deutschen ausmachen.

Die Befragungen zeigen, dass das Stressempfinden der Deutschen stetig zugenommen hat. Aktuell fühlen sich 64 % der Bevölkerung manchmal oder häufig gestresst. Ein Anstieg, denn im Jahr 2013 waren diesen beiden Gruppen „nur“ 57 % der Menschen zuzuordnen. Im Jahr 2016 waren es dann bereits 60 %. Die Deutschen fühlen sich also kontinuierlich immer gestresster.

Sind alle gleich gestresst?

Die Befragung zeigt auch: Vor allem die Männer treiben die Statistik nach oben. Denn während das Stressniveau der Frauen über die Jahre relativ gleichgeblieben ist, stieg das Stressempfinden bei Männern stetig. Es nähert sich so dem Niveau an, das Frauen schon seit Jahren angeben. Über die Gründe dieser Entwicklung gibt es keine Forschungsergebnisse, nur Vermutungen. Eine ist die voranschreitende Geschlechtergleichheit: Da sich Männer immer stärker im Haushalt beteiligen oder häufiger Elternzeit nehmen, erleben sie auch immer öfter Mehrfachbelastung – ein großer Stressfaktor. Und ein möglicher Grund, warum sich das Stressempfinden der Männer zunehmend dem von Frauen angleicht.

Gibt es Pandemie-Effekte?

Die aktuelle Studie aus dem Jahr 2021 hat auch die Corona-Effekte zu Thema. Rund die Hälfte der Befragten gibt an, dass ihr Leben seit der Pandemie stressiger geworden ist. Gerade Familien mit Kindern empfinden ihren Alltag als belastender. Und besonders eine Personengruppe sticht heraus: Erwerbstätige mit einem oder mehr Kindern, die im Homeoffice arbeiten. Sie sind seit der Pandemie besonders gestresst.

Was sind häufige Stressfaktoren?

Doch die Pandemie ist auch 2021 nicht der Stressfaktor Nummer eins. Dieser ist, wie in den Jahren davor, der Bereich Beruf, Schule und Studium. Gefolgt von hohen Ansprüchen an sich selbst und – Platz drei – der Erkrankung von nahestehenden Personen. Doch ein Effekt der Pandemie ist deutlich: Die Teilnahme am Straßenverkehr rutschte als Stressfaktor im Vergleich zum Jahr 2016 vom vierten auf den siebten Platz. Wahrscheinlich ein Effekt der Corona-Maßnahmen wie Lockdown oder mehr Homeoffice.

Was tun bei Stress?

Neben persönlichem Empfinden und möglichen Ursachen, sind auch die Folgen von Stress Teil der Befragung. Die häufig Gestressten geben zum Beispiel besonders oft an, dass sie erschöpft sind, an Schlafstörungen leiden oder Kopfschmerzen bemerken. Ihr Stress hat also Auswirkungen auf ihre Gesundheit und sollte daher dringend reduziert werden.

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