Die „zweite Welle“ macht viele Menschen kraftlos: Was die Corona-Krise mit Ihrer Psyche macht – und wie Sie zu innerer Ruhe zurückfinden.

Krisenzeit, auch für den Kopf

Die „zweite Welle“ gewinnt an Kraft, während sich viele Menschen immer kraftloser fühlen: Was die Wiederholung der Corona-Krise mit Ihrer Psyche macht – und wie Sie zurück zu innerer Ruhe finden.

Im Sommer hatten viele Menschen das Gefühl, endlich wieder durchatmen zu können: Die Corona-Infektionszahlen waren gering, die Beschränkungen wurden gelockert und der Alltag hatte zu einer neuen Normalität zurückgefunden. Doch genau dieses neue Normal steht jetzt, zu Beginn des Herbstes, wieder auf wackligen Beinen. Denn nun, während die Temperaturen sinken, steigen die Fallzahlen wieder rapide. Mehr noch: Vielerorts herrscht Maskenpflicht. Die Nachrichten, Beschlüsse und Eilmeldungen überschlagen sich. Erste Regionen verhängen erneut einen Lockdown und Sperrstunden werden eingeführt. Es scheint, als würde sich die Corona-Krise vom Frühling nun wiederholen. Das belastet nicht nur Politik, Wirtschaft und die Gesellschaft im Allgemeinen, sondern auch die Psyche. 

Geschwächt in die Krise

Viele Menschen fühlen sich von den letzten Monaten bereits geschwächt, abgeschlagen und müde. Dies sei normal, weiß Dr. Mirriam Prieß. Die Psychotherapeutin erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Für die Psyche ist jedes Auf und Ab und jedes Hin und Her ein Problem. Je häufiger das stattfindet – von einem Extrem in das nächste Extrem –, umso belasteter ist die Psyche.“ Klar ist also: Krisen kosten Kraft. Und geschwächt lassen sich neue Herausforderungen, etwa eine zweite Corona-Welle, schwerer meistern. Hinzu kommt, dass die Tage im Herbst immer kürzer und dunkler werden. Das sorgt bei vielen ohnehin für miese Laune. In Kombination mit der Angst vor Corona und weiteren Maßnahmen, entsteht eine hohe Belastung für die Menschen, weiß die Expertin.

Zurück zu innerer Ruhe finden

Doch es gibt einige Tipps, wie die zweite Welle der Corona-Krise nicht auch noch zu einer persönlichen Krise wird. Diese hat die DGPPN, die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde, auf ihrer Webseite gesammelt.

1. Richtig informieren

Sie müssen nicht jede Eilmeldung sofort lesen, nicht jede Pressekonferenz live verfolgen und auch nicht stündlich die Fallzahlen checken. Denn die Dauerbeschallung mit Nachrichten rund um die Corona-Pandemie verursacht Stress und kann Sorgen und Ängste verstärken. Deshalb rät die DGPPN: Informieren Sie sich regelmäßig, aber bewusst!
Wenn Sie merken, dass Ihnen die Nachrichten Angst machen oder zu innerer Anspannung und Unruhe führen, dürfen Sie einen Gang zurückschalten – beziehungsweise den TV oder das Radio aus. 

2. Routinen beibehalten

Die beschlossenen Einschränkungen und neuen Regeln stellen gewohnte Tagesabläufe und Routinen auf den Kopf. Dabei sind genau diese wichtig, denn sie bewahren etwas Stabilität im Alltag. Daher lautet die Empfehlung auch während der zweiten Welle: Halten Sie nach Möglichkeit an gewohnten Abläufen fest!
Arbeiten Sie auch im Homeoffice zu Ihren gewohnten Arbeitszeiten, und machen Sie bewusst Feierabend, wenn es an der Zeit ist. Halten Sie außerdem für sich – aber auch zum Beispiel für ihre Familie und Kinder – feste Zeiten für Mahlzeiten, Sport, Pausen oder den Schlaf ein.

3. Halten Sie den Kontakt

Auch wenn neue Kontaktbestimmungen unter Umständen nicht zulassen, dass Sie Ihre Freunde und Familie persönlich treffen dürfen, heißt das nicht, dass es keinen Austausch mehr geben darf. Im Gegenteil: Halten Sie den Kontakt mit Ihren Liebsten!
Nutzen Sie Anrufe, Videotelefonie, Nachrichten, Briefe, um mit Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Tauschen Sie sich über Ihre Gefühle und Sorgen aus – das entlastet, baut Stress ab und sorgt für mehr innere Ruhe und Gelassenheit.

4. Bleiben Sie positiv

Die Meldungen zur Krise wirken manchmal so bedrohlich, dass man das Gefühl bekommen kann, von ihnen überrollt zu werden. Das kann zu Überforderung, Stress und Sorgen führen. Die DGPPN rät: Gestehen Sie sich diese Gefühle zu. Aber auch: Nehmen Sie sich aktiv vor, sich nicht zu sehr in negative Gefühle hineinzusteigern!
Stattdessen sollten Sie sich auf positive Gedanken und Aktivitäten konzentrieren. Bereits ganz einfache Alltagsmomente – schöne Musik, ein gutes Gespräch, ein leckeres Essen – lösen positive Gefühle aus, auf die Sie nun Ihren Fokus legen sollten.

5. Holen Sie sich Hilfe

Wenn Sie eine nervöse Unruhe durch Ihren Alltag begleitet und Sie das Gefühl haben, nicht mehr im Gleichgewicht zu sein, können Sie sich die Apotheke der Natur zu Nutze machen: Lioran® stärkt Ihre Nerven mit der Kraft der Passionsblume. Es macht Sie belastbar, ruhig und ausgeglichen – als natürlicher und sanfter Begleiter, der Sie sachte durch die Wogen der zweite Corona-Welle geleiten kann.
Wenn Ihnen die natürliche Unterstützung nicht ausreicht, gibt die DGPPN außerdem den wichtigen Hinweis: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Ihre Sorgen und Ängste nicht alleine bewältigen können, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.