Wer nachts munter wird, denkt schnell an Durchschlafprobleme. Doch nächtliches Erwachen ist selten  ein Grund zur Beunruhigung – das zeigt die Geschichte.

Wer nachts wach wird und nach einem kurzen Blick auf die Uhr oder einem Gang zur Toilette direkt wieder einschlummert, kann sich zu den glücklichen Schläfern zählen. Doch dieses Glück ist nicht jedem gegönnt. Manche Menschen wachen auf und bleiben es: Sie starren an die Schlafzimmerdecke, werfen sich von einer Bettseite zur anderen oder sorgen sich, am nächsten Morgen nicht fit für den Tag zu sein – bange Gedanken, die sie erst recht vom Schlafen abhalten.

Durchschlafen ist kein Muss

Wie tröstlich wäre es in solchen Momenten, zu wissen, dass Durchschlafen kein Muss ist. Dass es nicht immer ein Durchschlafproblem ist, wenn das Schlafen am Stück nicht jede Nacht gelingt. Dass all die Grübeleien und Sorgen möglichweise unbegründet sind. Und genau das könnte der Fall sein, denn was nur Wenige wissen: Menschen haben nicht immer am Stück geschlafen. Bedeutet auch: Eine Nachtruhe mit wachen Momenten könnte, statt problematisch, vielmehr ganz natürlich sein – ein tröstlicher Gedanke.

Durchschlafen ist kein Muss – Lioran centra

Der Mythos vom 8-Stunden-Schlaf

Es gibt einige Wissenschaftler, die nicht müde werden, am Mythos des Durchschlafens zu sägen. Der wohl bekannteste unter ihnen ist Professor Arthur Roger Ekirch von der Virginia Tech University, der in seinen Büchern und Aufsätzen ein völlig anderes Bild des Schlafes zeichnet als wir es gewohnt sind.

Schlafen in zwei Abschnitten

Laut Ekirch ruhten die Menschen in Europa vor der Industrialisierung in zwei Schlafabschnitten. Dazwischen lag eine Pause von etwa einer Stunde. Genauer: Nach der körperlich anstrengenden Arbeit am Tag, etwa Feldarbeit, legte man sich erschöpft ins Bett und schlief direkt ein. Nach einer ersten Erholung wurde man nach etwa vier Stunden wieder munter und tat, was sonst noch auf der Tages- beziehungsweise Nachtordnung stand: Man genehmigte sich einen Imbiss, erzählte Geschichten oder betete. Auch ein kurzer Besuch bei den Nachbarn war laut Ekrich zur Abendstunde kein seltener Anblick. Und weil es alle taten, auch nichts Ungewöhnliches. Im Anschluss legte man sich wieder ins Bett und schlief bis zum Morgengrauen, wenn sich die Arbeit wieder ankündigte. 

Belege aus vergangenen Tagen

Der Historiker kam zu dieser Erkenntnis, indem er alte Tagebücher, Literaturklassiker und Schriften nach Hinweisen auf die Nachtruhe durchforstete. Immer wieder kamen ihm dabei Textpassagen unter, die den ersten und den zweiten Schlaf beschrieben. Ein Beispiel: “Don Quijote entrichtete der Natur seinen Zoll, indem er dem ersten Schlummer unterlag, aber den zweiten gestattete er sich nicht.“ Zitate wie diese legen laut Ekrich den Verdacht nahe, dass Durchschlafen eine eher moderne Erfindung beziehungsweise Gewohnheit ist und Schlafen am Stück nicht naturgegeben und unumgänglich ist.

Nachts wach? Keine Sorge

Dieses Wissen kann besonders für Menschen tröstlich sein, die selbst nachts ab und an aufwachen und wachliegen. Statt sich darüber zu ärgern oder zu sorgen, sollten Sie die Situation – mit entspanntem Blick auf die Historie – ganz gelassen nehmen. So setzen Sie die negative Gedankenspirale, die Sie am Ende um den Schlaf bringt, gar nicht erst in Gang.

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